Gemeinsam lesen #124: Giovanna Fletcher - Some Kind of Wonderful

 Hallo, ihr Lieben!
Heute zum 124. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil. Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher hat das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen!


Und nun zu den Fragen für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ganz frisch werde ich heute Some Kind of Wonderful von Giovanna Fletcher beginnen und befinde mich daher erst auf Seite 1. 

Darum geht's: 
When the love of your life says you're not The One, who are you? Lizzy and Ian have been a couple since the first week of university. Now, after celebrating a decade together, everyone thinks they're about to get engaged. Instead, a romantic escape to Dubai leaves Lizzy with no ring, no fiancé and no future. Lizzy is heartbroken - but through the tears, she sees an opportunity. This is her moment to discover what she's been missing while playing Ian's ideal 'better half'. But how much has Ian changed her, and who should she be without him? Determined to discover who she is at heart, Lizzy sets out to rediscover the girl she was before - and, in the meantime, have a little fun . . .
 
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"My phone bleeps at me via my headphones, interrupting the sound of Ryan Adams as he tries to calm me down with his soulful voice and the skilful bell-like picking of his guitar."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!) 
Endlich mal wieder ein englisches Buch, endlich mal wieder eine Geschichte von Giovanna Fletcher! Billy and me und You're the One That I Want waren so tolle Geschichten aus ihrer Feder (mittlerweile auch in der deutschen Übersetzung erhältlich!). Dream a Little Dream lasse ich erstmal aus und widme mich ihrem aktuellem Roman, weil es vom Inhalt her einfach nach Hach klingt. Das brauche ich jetzt bei all der Arbeit vor den Halbjahreszeugnissen und da macht es mir auch nichts aus, wenn das Buch in englischer Sprache vorliegt, weil Giovannas Bücher inhaltlich schon tiefer gehen, aber keinesfalls zu komplex sind. Giovanna Fletcher ist übrigens die Ehefrau von Tom Fletcher, dessen Weihnachtosaurus ja hier ordentlich die Runde gemacht hat (auch bei mir, sogar bei unserem Vorlesewettbewerb in der Schule!). In den UK gehören beide zu den Top-Promis, einerseits weil Tom Fletcher auch Mitglied der sehr erfolgreichen Band McFly (Lieblingsband für immer!) ist, Songs für One Direction schrieb und schon vor The Christmasaurus mehrere Kinderbücher veröffentlichte, die insbesondere für Erstleser geschrieben und illustriert sind - da bleibt Frau ja kaum unbedeutend. Andererseits engagiert Giovanna selbst sich für verschiedenste Aktionen, momentan vor allem für die Prävention von Brustkrebs. Außerdem werden die beiden als Vorzeige-Eltern gehandelt. Giovanna brachte nun gen Ende von 2017 auch einen Mama-Ratgeber heraus, der ziemlich erfolgreich ist, in Deutschland aber (noch) nicht übersetzt. Tom wurde, ich meine 2015 oder 2016, zum Dad Of The Year gekürt. Natürlich sagen diese Auszeichnungen am Ende des Tages dann doch nicht wirklich viel über deren tatsächlichen Qualitäten aus, aber das, wofür die beiden so stehen, ist ja in erster Linie nichts Verwerfliches. Ganz im Gegenteil ;-)
 
4. Seid ihr schinmal in die Versuchung gekommen, die letzten Seiten eines Buches zuerst zu lesen?
Warum sollte ich dies tun? Dann brauche ich die Geschichte ja nicht mehr lesen, wenn ich weiß, wie es ausgeht. Ich kenne aber tatsächlich Menschen, die das machen. Begründung: damit sie wissen, ob das Ende für sie verkraftbar/vertretbar ist. Muss ich persönlich nicht verstehen, aber jeder so wie er möchte. Stattdessen lese ich bei langweiligen Kapiteln gerne mal quer. Nicht bei jedem Buch, aber es gibt manchmal so Bücher, das weiß ich, was auf den kommenden Seiten steht beziehungsweise kann es erahnen, vor allem dann wenn sich der Autor mal wieder in ausufernde Beschreibungen verflüchtigt. Aber sonst cheate ich nicht ;-)


 Lest ihr die letzten Seiten eines Buches, bevor ihr das eigentliche Buch lest? Und überdies: was lest ihr in dieser Woche? Schreibt es mir in die Kommentare! :-) (so viel "lest" in einem Absatz, uiuiui!)

Ich wünsche euch einen superguten Tag! 


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Ein paar Worte zu... Dan Brown - Origin



Dan Brown Origin
Thriller | Hardcover 668 Seiten, bzw. 19 Hörstunden | Bastei Lübbe | Preis: 28,00€  | 4. Oktober 2017 | ISBN: 9783431039993 | direkt über den Verlag bestellen


Worum geht es?

Die Wege zur Erlösung sind zahlreich. Verzeihen ist nicht der einzige. Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner „bahnbrechenden Entdeckung“, das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Nachdem die Geistlichen Kirschs Präsentation gesehen haben, verwandelt sich ihre Skepsis in blankes Entsetzen. Die Furcht vor Kirschs Entdeckung ist begründet. Und sie ruft Gegner auf den Plan, denen jedes Mittel recht ist, ihre Bekanntmachung zu verhindern. Doch es gibt jemanden, der unter Einsatz des eigenen Lebens bereit ist, das Geheimnis zu lüften und der Welt die Augen zu öffnen: Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, Lehrer Edmond Kirschs und stets im Zentrum der größten Verschwörungen.

Wie hat es mir gefallen?

Ich kann wirklich nicht sagen, wieso ich die Bücher von Dan Brown nach Illuminati und Sakrileg nicht länger verfolgt habe, dabei mochte ich die beiden Thriller, damals noch in ihrem schwarz-roten Design, sehr und sie waren für mich mit meinen 13/14 Jahren wahre Wegweiser in der hiesigen Spannungsliteratur. Auch die dazugehörigen Verfilmungen mit Tom Hanks in der Hauptrolle empfand ich gelungen. Letztlich zog dann nur noch Meteor, kein "Robert Langdon"-Teil, hier ein und ich las auch wenige Kapitel darin, aber packen konnte es mich nicht - ich habe es wenig später verkauft. Und so verlor ich Dan Brown aus den Augen und kam nun ganz zufällig über einen Consider Cologne-Vlog wieder auf ihn zurück, als Lena und Leonie eine Guide-Tour durch Barcelona machten und sich die Schauorte aus Origin genauer ansahen. Da ich sowieso noch nach einem guten Hörbuch für mein Audible-Guthaben suchte und ich Spanien einfach liebeliebeLIEBE (selbst mein Blogname ist Spanisch!), war die Sache schnell klar und los ging der audio-Flieger nach Barcelona...
Eines muss man Dan Brown lassen: er schafft es nach wie vor die Spannungskurve zu halten. Auch seinem üblichen Buchrezept bleibt er treu: vermeindlich weltbewegende Verschwörung irgendwo zwischen Religion und Wissenschaft, und eine gutaussehende Frau, sowie jede Menge Gelegenheiten, um ihr seine starke Schulter anzubieten. Mich hat gerade diese Kombination aus allem beim Zuhören oft zum Schmunzeln gebracht. Mit 13, 14 Jahren habe ich dieses Konzept noch nicht durchschaut... und auch nicht so kritisch gesehen.

Nun gut, der Klappentext teasert es schon an. Es gibt eine neue bahnbrechende Entdeckung, die das Haus der Religionen zum Wanken, vielleicht sogar zum Einsturz bringt. Alle Welt stellt sich seit jeher die Frage "Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Wann haben wir all das nötige Handwerkszeug, um künstliche Intelligenz herzustellen. Kurzgesagt: die Frage nach dem Ursprung. Wann ist unsere Zeit gekommen, diesen Planeten zu verlassen und was kommt nach uns?
Mich interessiert diese Thematik tatsächlich, und auch ich komme manchmal in die Situation darüber nachzudenken (sei es, weil man sich zukünftig absichern muss, Nordkorea und Amerika mal wieder frei drehen, oder Schüler Ängste über Kriege äußern), was mit uns eigentlich in relativ absehbarer Zeit, also in 50 Jahren sein wird. Gibt es uns dann überhaupt noch? 

Man folgt sämtlichen Figuren, allen voran natürlich Robert Langdon, der alte Charme-Bolzen, nur zu gern nach Spanien, um sich die Präsentation und somit auch Enthüllung Edmond Kirschs zu geben. Aber lange Zeit passiert da einfach nichts. Also doch, es passiert schon etwas: dramatische Entführungen, spektakuläre Fluchten, Tratsch&Klatsch aus dem spanischen Königshaus, ein kleines bisschen Bezug zum 2017er Thema "fake news", selbst ein bisschen Gewalt ist dabei. Die vielen Kapitel enden ausschließlich immer mit einem Cliffhanger und so sehr mich das Rumgeplänkel auf der einen Seite geärgert hat, so war ich auf der anderen Seite doch als Zuhörerin gebannt, wie es denn nun weiter geht (Zutat Spannungskurve und so). Der Sprecher Wolfgang Pampel (mit dessen Stimme ich anfänglich nicht viel anfangen konnte), konnte für mich gar nicht schnell genug vorlesen. Doch ich als Leserin/Zuhörerin musste für mich recht früh feststellen, dass in Origin meist nur mit Wasser gekocht wird und ein geübter Leser in diesem Themenfeld, sei es nun von Dan Brown gewollt oder nicht, sehr viel schneller weiß, was Phase ist, als unser guter Professor Robert Langdon selbst. Und das will schon etwas heißen. Robert Langdon kommt tatsächlich in die Jahre. Vermutlich quillt der Thriller auch deshalb über von so großen Namen wie William Blake oder Nietzsche, um genau das auch nochmal zu unterstreichen. Vielleicht hätte es dem Professor gut getan, hätte er einen ausgefuchsten Studenten vom MIT an seiner Seite, statt der attraktiven Ambra Vidal? Ich meine, dass hat in Stirb Langsam 4.0 mit Opi-Bruce schießlich auch gut funktioniert!

Wenn ich mich festlegen müsste, was mich an Origin an meisten enttäuscht hat, dann ist es mit Sicherheit die Vorhersehbarkeit. Und was mich noch viel mehr überrascht hat, war die Tatsache, dass Dan Brown in der Geschichte selbst zugibt, dass solch ein Roman (Spannungsliteratur hin oder her) im Jahr 2017/2018 eigentlich gar nicht mehr geschrieben werden dürfe, weil sich zig Schriftsteller bereits in den frühen 1950er Jahren dystopische Szenarien überlegten, wie es mit der Menschheit mal zuende geht. Ist das nicht der Moment, im Leben eines Autors, wo er sich und sein Schreiben selbst hinterfragen muss? Wenn ich doch selbst so eine wahre Aussage in die Geschichte einarbeite, dann ist das das doch der Moment, in dem ich das Manuskript entweder in die Tonne knalle, oder mir meiner Idee so sicher bin, dass ich alles bisher Dagewesene toppen kann? Und mit Dagewesen beschränke ich mich auch nicht länger auf das Buch an sich, sondern auch auf die Filmwelt, vor allem das Genre Sci-Fi.


Ich möchte nicht weiter inhaltlich auf Origin eingehen, aber diese große Enthüllung, für die Dan Brown sogar Figuren sterben lässt (unnötigerweise), ist am Ende des Tages nichts anderes als kalter Kaffee. Alles schonmal dagewesen, aktuell auch wieder im Gespräch und von so manch anderem Schriftsteller oder Filmemacher trotzdem sehr viel besser auf Papier beziehungsweise Leinwand gebracht. In Zeiten von amazon's Alexa und Robotern, die Emotionen nachspüren können, ist das, was Dan Brown mit Origin abgeliefert hat, einfach nicht gut. Es ist ein 1999er Thriller, so kurz vor Millenium, ausversehen veröffentlicht im fortschrittlicheren Jahr 2017/18. Das können auch die klug erdachten Schauorte in Madrid und Barcelona dann nicht mehr retten. 

Umso weniger habe ich dann auch die überzogende Dramaturgie verstanden. Direkt nach der Enthüllung agierten Langdon und Vidal so verzweifelt. Als Letztere sich auch noch vor lauter Verzweiflung auf der Couch zusammenrollte, musste ich wirklich unwillkürlich lachen. Natürlich überlegte Langdon hier einmal mehr, wie er sich ihr gegenüber nun verhalten solle. Das darf natürlich kein verschwendeter Moment sein!

In einem Wortzeugnis, würde ich Dan Brown gerne sagen: Sie waren stets bemüht. Im Ranking geht Origin gerade noch so mit 3 Sternen hervor, weil das am Anfang erwähnte Kochrezept für einen lesbaren Thriller wieder einmal funktionierte, sonst hätte ich das Hörbuch keine 19 Stunden lang gehört. Der Plot kommt aber sehr schwach um die Ecke, da hätte man ruhig mutiger sein dürfen. Im August diesen Jahres kommt es dann auch als Taschenbuch heraus. 28€ würde ich dafür nicht ausgeben ;-)

Lieblinks

Hier findet ihr Origin nochmal auf der Verlagsseite. Und hier gelangt ihr zur offiziellen Website von Dan Brown. Alle bisher erschienenden Hörbücher könnt ihr übrigens auch auf spotify hören. Hierfür einfach "Dan Brown" in die Künstlersuche eingeben. 



 Habt ihr Origin von Dan Brown gelesen? Wie hat es euch gefallen? 

 Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Tag :-)
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Gemeinsam lesen #123: Samuel Selvon - Die Taugenichtse

 Hallo, ihr Lieben!
Heute zum 123. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil. Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher hat das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen!


Und nun zu den Fragen für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Die ersten beiden Wochen im neuen Jahr werden begleitet durch Die Taugenichtse von Samuel Selvon und ich bin aktuell auf Seite 54. 

Darum geht's: 
Moses, Big City, Fünf-nach-zwölf und die anderen setzen große Hoffnungen in ihr neues Leben im »Zentrum der Welt«, so nennen sie das London der Nachkriegszeit. Sie sind aus der Karibik hierhergekommen, jetzt staunen sie über die Dampfwolken vor ihren Mündern. Und wenn der Wochenlohn wieder nicht reicht, jagen sie eben die Tauben auf dem Dach. Kapitulation? Niemals! Stattdessen beginnen die Überlebenskünstler, sich neu zu erfinden – und ihre neue Heimat gleich mit.
(via dtv
 
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Er hat so eine Angewohnheit, immer wenn Moses Damenbesuch hat, dass er vorbeikommt und auf dem Bett sitzt, als wenn er wartet, dass Moses ihm was gibt."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!) 
Die Taugenichtse ist ein wunderbares dünnes Büchlein (nur 173 Seiten) von einem Immigranten über das Thema Immigration, genauer über die Einwanderer Englands in den frühen 50er Jahren. Der Roman wurde erst letztes Jahr in Deutschland erstveröffentlicht, eigentlich weilt die Geschichte schon seit 1956 in ihrer Originalfassung auf der literarischen Welt. Herausfordernd war es, eine passende deutsche Übersetzung für die im Original verfasste Mundart des Karibisch-Englisch zu finden. Letztlich ist man dann zu einer Art von Kiez-Deutsch übergegangen, jedoch nicht nur für die wörtliche Rede, sondern letztlich das gesamte Buch hindurch. Das ist für mich, die Vielfalt in Sprache liebt und sich auch im Bachelor umfassend damit beschäftigt hat, natürlich ein wahres Fest! Auch wenn ich wirklich sehr konzentriert lesen muss (was wiederum mehr Lesezeit bedeutet), was mich persönlich wundert, bewege ich mich ja alleine aus Jobgründen in einem Klientel, dass fast genauso spricht - abgehakt, vieles durchmischt, jugendsprachlich. Aber auch thematisch ist das Buch, wenn auch schon über 50 Jahre alt, an unserer derweiligen durchmischten Gesellschaft ganz nah dran und deshalb so aktuell wie nie. Manche Äußerungen "besorgter Bürger" Londons aus den 1950ern kannste auch 1 zu 1 auf unsere "Wutbürger" und ihre "besorgten Kommentare" im Facebook übertragen. Gruselig! Und gerade deshalb: ein Buch, zu dem man greifen sollte! Bitte mehr davon. Wo bleibt der Hype um diese Geschichte?
 
4. Führst du deinen Bücherblog immer gleich gerne oder wird es dir manchmal zu viel?
Mittlerweile führe ich meinen Blog unterschiedlich gerne. In meinem Job habe ich gerade (gerne) sehr viel zutun, da bleibt nicht viel Zeit zum Lesen und Bloggen, und ehrlich gesagt habe ich am Ende des Tages auch manchmal keine Lust mehr zu lesen oder mich an den Blog zu setzen, wenn ich vorher schon zwanzig bis fünfundzwanzig Klassenarbeiten/Hausaufgaben/Tests gelesen und korrigiert oder endlos lange an einer Unterrichtsidee am Laptop gefeilt habe. Da ist die Luft dann einfach raus. Während alle anderen, so scheint es dann manchmal, aus den Vollen schöpfen. Die Bewegung auf Instagram ist schon interessant zu beobachten. Aber mittlerweile kann ich diese Verwunderung darüber relativ gut kompensieren. Mein Blog, meine Party. Ich schreibe, wann ich will und vor allem worauf ich Bock habe - bisher seid ihr mir nicht abgehauen, diese Treue freut mich! Außerdem halte ich es schon fast seit fünf Jahren so, und trotzdem erwische ich mich immer wieder mal dabei, wie ich anfange mich mit anderen zu vergleichen, obwohl das total bescheuert ist. Aber das ist vielleicht so ein dumpfer Nebeneffekt des ganzen Microbloggens auf den Social Media Plattformen. Wobei ich das auch ganz gerne benutze, wenn ich für den Blog gerade nicht so viel Zeit aufwenden kann (wenn ihr also an dieser Stelle ein paar Tage nichts von mir hört, versucht es gerne mal an anderer Stelle, Instagra oder Twitter :)). So hat man wenigstens die Möglichkeit, nicht gänzlich von der Bildfläche zu verschwinden und der Austausch ist auch wesentlich unkomplizierter. Aber dann gibt es wieder Tage (wie zum Beispiel in den Ferien), wo ich mich gerne mit meinem Blog auseinandersetze, Seiten erneuere und wieder ein Kribbeln in den Fingern verspüre, ein paar Texte zu verfassen. Ich denke, das geht so in Ordnung. Erst kürzlich habe ich wieder einen Artikel gelesen, den ich euch gerne ans Herz lege, denn folgenden Wortlaut fand ich unglaublich ermutigend:
Es bleiben diejenigen, die Ausdauer haben, sich Mühe geben und Hirnschmalz investieren. Der Kanal oder das Medium ist nicht entscheidend, entscheidend ist, ob Qualität dahinter steckt und damit Texte respektive Produkte, die sich abheben. Daher brauchen sich (etablierte) Blogger nicht fürchten.
Für all jene also, denen es manchmal zu viel ist. Nehmt euch selbst die Luft raus: entscheident ist, dass ihr einen tollen aussagekräftigen Text liefert, mit dem ihr zufrieden seid, der euch ein stückweit repräsentiert und nicht zehn Nichtssagende, nur um des Tippens Willen (oder gar schlimmer, der kostenlosen ReziExen!) :-) 

 Weil mir die Frage zu ungenau ist: Könnt ihr mal benennen, was euch am Buchbloggen manchmal wirklich stresst? Und überdies: was lest ihr in dieser Woche? Schreibt es mir in die Kommentare! :-)

Ich wünsche euch einen superguten Tag! 


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Mein Jahr in Büchern 2017! & Goodreads Reading Challenge 2018

 Hallöchen ihr Lieben! 
In diesem Jahr wird mein Blog nicht nur fünf unfassbare Jahre alt, nein ich mache auch schon zum 6. Mal in Folge bei der goodreads Reading Challenge mit, die einzige Challenge, die ich tatsächlich in Sachen Büchern regelmäßig bei anderen verfolge und auch für mich intensiv tracke. Im letzten Jahr konnte ich noch von mir behaupten, dass ich diese Challenge auch immer erfolgreich für mich beendet habe. Für 2017 gilt dies nun leider nicht, obwohl ich meine Messlatte schon niedriger gesetzt hatte. Ich so vor einem Jahr: 
(...) Für das neue Jahr habe ich mir erneut "nur" 40 Bücher vorgenommen. Vor allem aus dem Grund, dass ich in gut 60 Tagen mein 2. Staatsexamen absolvieren werde (ja, das Referendariat ist schon fast wieder vorbei!). Gerade dieses Ziel hat nun allerhöchste Priorität, und die Zeit danach wird nicht weniger aufregend, denn als so "richtige" Lehrerin will ich dann ja auch arbeiten und ein erneuter Umzug geht mit diesem Plan ziemlich dolle einher. (...)
(Auszug aus dem Jahresbeitrag letztes Jahr)

Alles, was ich vor einem Jahr aufgeschrieben habe, hat sich auch genau so ereignet, dass ich aber noch viel weniger zum Lesen kommen würde, habe ich so nicht erwartet. Das ist letztlich das Resultat:

Und an dieser Stelle will ich einfach mal anmerken, wie blöd ich das finde, dass goodreads mir nun diese Challenge unterschlägt, nur weil ich sie nicht geschafft habe. Hallo? Bei den Bundesjugendspielen kriegste als letzter Vollhorst auch immer eine Teilnehmerurkunde... . Von der Niceheit her eher schwach, goodreads, ganz schwach!

Okay, mal Butter bei die Fische. 37 Bücher sind nichtsdestotrotz ein famoses Ergebnis. Wahrscheinlich gehöre ich mit dieser Anzahl immernoch zu den Viellesern und ich freue mich, dass ich zumindest im letzten Quartal wieder mehr zum Buch gegriffen habe. Denn das habe ich wohlweislich im Sommer ganz schön vernachlässigt, genauso wie das Bloggen an sich. 

Auch freue ich mich darüber, dass ich mein Jahreshighlight auch noch in diesem Jahr in nur so wenigen Tagen noch kurz vor knapp gelesen habe. A little Life von Hanya Yanagihara habe ich bereits letztes Jahr im Januar begonnen und dann festgestellt, dass ich mehr Ruhe und Zeit für dieses Buch haben möchte. Die habe ich mir nun in den Ferien genommen und ich hatte schon lange keine Geschichte mehr in den Händen, die mich nachhaltig so beeindruckt hat, wie eben diese. Vielleicht kommt es mir aber auch nur deshalb so besonders vor, weil mein Lesejahr selbst bei einer guten Bewertung von 4,1 Sternen eigentlich eher durchschnittlich war. Sicher waren da viele gute und oft auch sehr gute Bücher dabei, aber keines dieser Bücher hatte für mich diesen gewissen WOW!-Effekt, diesen Moment, in dem man beschließt, dass DAS Buch jetzt auch zu den Lieblingsbüchern gehört. Vielleicht muss ich dahingehend im kommenden Jahr auch nochmal anders über meine Bewertungen nachgrübeln. Nichtsdestotrotz, hier sind sie nun...

...meine Bücher im Jahr 2017





Nur zur Vollständigkeit: das eine leere Buchcover gehört zu der Graphic Novel Illegal von Eoin Colfer!

Für das neue Jahr werde ich ähnlich kleine Ziele setzen, wie schon im Jahr zuvor. Vielleicht schaffe ich ja wenigstens die 35 Bücher. Ich kann immernoch nicht einschätzen, wie viel Zeit ich in die Arbeit investieren muss und auch will (ich liebe meinen Job einfach ZU sehr). Neben dem Lesen spielt auch Yoga eine immer größer werdende Rolle, und da will ich mir auch Zeit für nehmen. Ihr seht: the struggle is real. Aber ich habe auch gemerkt, dass mich Lesen ungemein entspannt, vor allem jetzt über die Ferien. Außerdem habe ich ursprünglich für die Arbeit einen Account bei Audible eingerichtet. Mittlerweile nutze ich diesen aber selbst ziemlich fleißig, und höre meist schon morgens beim Fertigmachen oder beim Kochen/Putzen Hörbuch. Das möchte ich im neuen Jahr auf jeden Fall weiter ausbauen. Nun aber an die Seiten, fertig und LOS! :-)

Verratet mir sehr gerne, wie euer Lesejahr 2017 für euch gewesen ist, ob ihr Bücher zählt oder ob ihr einfach nur froh seid, überhaupt zu lesen. Schreibt mir auch gerne eure Lieblingsbücher aus dem vergangenen Jahr in die Kommentare, vielleicht ist ja eines dabei, welches das Potenzial zum Lieblingsbuch 2018 hat ;-) Und was habt ihr euch für 2018 vorgenommen? 

  Habt einen feinen Tag!

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#jahresfakten 2017 - Dinge, die ich 2017 gelernt habe

Ihr Lieben! 
Wie auch schon im Jahr zuvor soll es, bevor ich (hoffentlich) wieder inhaltlich einsteige, einen kleinen aber feinen Jahresrückblick geben. Parallel dazu läuft aktuell auch eine ganz ähnliche Aktion: #jahresfakten2017 organisiert durch die liebe Juli auf Instagram. Dieser Post schließt sich dem also an, vor allem weil ich mich dieses Jahr auf "nur" drei Dinge beschränke, wobei in diesem Beitrag wahrscheinlich sehr viele kleine learnings stecken. Nur als kleine Vorwarnung: dies wird KEIN Oh mein Gott, mein Jahr war so brutal schrecklich-Beitrag. Mein ganz persönliches Jahr 2017 hätte für mich nämlich nicht besser sein können! 

Natürlich gibt es auch wieder von mir überlegte Worte, die 2017 zusammenfassen. Waren es im letzten Jahr noch Selbstoptimierung, Intensivität und verrückt, wähle ich 365 Tage später die Worte Meilenstein, Veränderung und Glück aus. 2017 verzeichnet für mich einen großen Meilenstein in meinem Leben, weil ich für mich etwas erreicht habe, von dem ich vor 10 Jahren nichtmal angenommen habe, dass ich das jemals schaffen könnte, einfach weil ich aus einer ganz anders situierten Klientel komme, als ich jetzt lebe. In den Jahren zuvor habe ich immer wieder vereinzelnt Bestätigung erfahren, aber die größte Bestätigung für mich und mein (Da-)Sein hielt einfach das Jahr 2017 bereit.

Hier schließen sich gleich die Worte Veränderung und trotz meines eigenen Zutuns auch Glück mit an, denn mit dem wirklich mehr als erfolgreichem Abschluss meines Refendariats zur Lehrerin, und dass ich mich nun seit dem 10. März 2017 wirklich so beruflich ausweisen kann, hat innerhalb weniger Wochen so viele positive Veränderungen ausgelöst, die nicht zuletzt durch eine gehörige Portion Glück ge-i-tüpfelt wurden. Vielleicht muss ich noch ein viertes Wörtchen mit anfügen: nach diesem besagten Tag im März ist alles, ja ... einfach. Für Menschen wie mich, die nach Sicherheit und Unabhängigkeit streben ein wahrer Segen, wenn es mal einfach vorwärts geht.

Ich kann den besten Job der Welt in einer echt tollen Stadt ausüben und ich habe sogar meine Traumwohnung bekommen, die ich mir ohne mit der Wimper zu zucken leisten kann. So selbstbestimmt zu leben ist ein Privileg, ein Status, und ich weiß, dass dies nicht jedem Menschen zu Teil wird und mir vielleicht auch nicht geworden wäre. Ich bin meinem jüngeren Ich so dankbar dafür, dass es vor vielen, vielen Jahren eine wichtige Weiche für heute gelegt hat. Mehr Worte bedarf es zu diesem Thema nicht und ich habe eh schon mehr niedergeschrieben, als ich eigentlich vorhatte. 

Neben den Learnings, die ich bereits in diesem kleinen Text durchschimmern lassen habe, gab es aber noch drei weitere Dinge, die ich in 2017 gelernt habe, beziehungsweise die sich für mich stark manifestiert haben. Here we go: 

Das kann man so vielfältig lesen und so vielfältig ist es auch gemeint. Es geht dabei aber auch noch um dieses große Thema loslassen. Diesen Herbst habe ich losgelassen. Einerseits so schade wegen all der Jahre, aber eigentlich hatte man sich eben schon Jahre kaum noch etwas Nennenswertes zu sagen und dass diese Entscheidung nicht einmal hinterfragt wurde, zeigt mir, dass es der richtige Weg war. Macht Menschen nicht zu eurer Priorität, wenn ihr nur eine Option seid. Dieser Spruch ist so wahr wie auch schmerzlich, aber es gibt eine Handvoll anderer Menschen, die eure Aufmerksamkeit mehr verdient haben und die diesen leeren Platz neu und so viel schöner besetzen. 

Vor einem Jahr schrieb ich, dass es eine gute Entscheidung war, weniger "Müll" zu essen. Kurz vor meiner zweiten Staatsprüfung habe ich all die benefits der vegetarischen/veganen Ernährung wegen Stress mit einer Pizza über den Haufen geworfen, TK versteht sich. Dass mir danach zwei Tage lang schlecht war, hätte mich eigentlich zur Vernunft bringen müssen. Aber ich konnte so kurz vor meinem Meilenstein echt nicht genügend Willensstärke aufbringen, mich ausschließlich clean zu ernähren (auch das habe ich über mich selbst gelernt). Und wenn man einmal diesen TK-Pizzen-Moment überwunden hat ... Oh mein Gott, es ist so schwer da wieder reinzufinden! "Morgen fange ich wieder an..." sagte sie, ALLES KLAR! Gerade im letzten Jahresquartal hat mir mein Körper ganz klar zu verstehen gegeben, was er von Milchprodukten, Fleisch und Süßkram hält. So viel ist klar: nicht besonders viel. Ich habe gelernt, dass ich meinen Körper verdammt gut kenne und es kein Verzicht per se ist, sondern meine Entscheidung mir selbst Gutes zu tun. 

All diese Dinge hätte ich aber nicht gelernt, wenn ich mir nicht im August den Luxus gegönnt hätte einen Yoga-Kurs im kleinen Kreis zu besuchen. Yoga begleitet mich jetzt schon eineinhalb Jahre, aber die wirklichen Vorteile erkenne ich erst, seit ich einmal die Woche 90 Minuten unter Anleitung Yoga praktiziere. Yoga, so sehr es auch auf den sozialen Netzwerken als Modesportart in Perfektion beworben wird, hat eben kaum etwas mit dieser Perfektion zu schaffen, sondern damit einfach zu sein. Natürlich, das kann selbst ich nicht leugnen, macht Yoga auch etwas mit dem Körper. Modelliert ihn, formt ihn, sorgt für eine gute Haltung, Stabilität. Aber Yoga sorgt eben auch für die Auseinandersetzung mit dem eigenen Geist, etwas was ich alleine noch nicht hinbekomme. Daher bin ich umso dankbarer, ein so tolles Yogastudio besuchen zu dürfen mit solch tollen Yoga-Lehrerinnen, die für mich eine unglaubliche Inspiration sind, mich und meiner Selbst zu hinterfragen. Und was ich auch noch gelernt habe, nachdem ich mir eine neue, angeblich nicht rutschige Yogamatte geleistet hatte: Neubeginne sind rutschig, und es braucht viel Schweiß und Arbeit, bis man einen festen Stand hat und nicht mehr wegrutscht ;-) 

In diesem Sinne wünsche ich euch ein fantastisches 2018, ein Jahr in dem ihr hoffentlich viel Glück erfahrt. 

Gibt es etwas, dass ihr 2017 ganz besonders doll vom Leben gelernt habt oder ein Wörtchen, was euer Jahr bestens umschreibt? Schreibt es mir gerne in die Kommentare, auch liebendgern kryptisch, wir finden uns bestimmt in euren learnings wieder.

Habt einen guten Start in die erste neue Woche in diesem Jahr. Möge alles, was an Veränderungen auf euch zukommt, spitzenmäßig sein und alles Gewohnte angenehm gewöhnlich bleiben.


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